Gebet der liebenden Aufmerksamkeit

Gerade in den Krisensituationen, in denen wir heute stehen, ist es hilfreich, jeden Abend genauer hinzuschauen, auf das, was mir an diesem Tag begegnet ist, wie Gott in meinem Leben trotz allem und in allem gegenwärtig war. Das „Gebet der liebenden Aufmerksamkeit“, wie der Jesuit Willi Lambert die Gewissenserforschung bezeichnet, ist dazu besonders gut geeignet.

  • Ich nehme mir ein paar Minuten Zeit und ziehe mich in die Stille zurück
  • Ich mache mir bewusst, dass Gott bei mir ist und sein liebender Blick auf mir ruht –
    der Beginn mit dem Kreuzzeichen kann dabei helfen
  • Ich lasse den Tag an mir vorüberziehen: Begegnungen, Ereignisse, Erfahrungen, Gedanken, Gefühle, Frohes und Schwieriges
  • Ich danke Gott für das Gute, Schöne, Erfüllende, Hilfreiche …., das mir geschenkt wurde und benenne es ganz konkret - und sei es nur eine kleine Winzigkeit
  • Ich bitte um Vergebung für das, was nicht gelungen ist, vertraue ihm an und übergebe ihm, was schwer, verletzend, konfliktreich, schmerzhaft, … war und bitte ihn um Verwandlung, Ausdauer, Geduld, ….
  • Ich lege meinen Tag und alle Menschen, die mir am Herzen liegen zurück in Gottes Hände
  • Ich schließe mit der vertrauensvollen Bitte um Segen für die Nacht und den kommenden Tag.
    Vielleicht möchten Sie das Lied singen: Diesen Tag, Herr, leg ich zurück in deine Hände (Gotteslob 708)

Für manche Menschen mag es hilfreich sein, ein Dankbarkeits-Tagebuch zu führen, wo sie täglich hineinschreiben, wofür sie Gott an diesem Tag danken möchten.

Vielleicht möchten Sie von Ihren Highlights erzählen und sie mit anderen auf dieser Homepage teilen. Dann schreiben Sie an: exerzitien.dsp@kirche.at