Meditation

 Vorschlag zur Meditation eines der angegebenen oder auch anderer Texte:

  • Lesen Sie den Text in Ruhe durch.
  • Wo bleiben Sie hängen?
  • Was spricht Ihnen aus der Seele?
  • Bleiben Sie bei dem, was Sie besonders anspricht, wo Sie im Herzen berührt werden.
  • Lassen Sie Bilder, Erfahrungen, Gedanken und Gefühle dazu aufsteigen.
  • Kommen Sie darüber mit Gott ins Gespräch.
  • Schließen Sie mit einem Vater unser oder Ehre sei dem Vater  
 
In Erwartung leben
in Erwartung leben
aufmerksam sein
aufmerken
aufmerksam sein für das, was ist
aufmerksam sein für das, was kommt
hellhörig sein
ein offenes Ohr haben
mit dem Herzen hören
neugierig sein
erwartungsvoll
in der Hoffnung leben
in Erwartung sein
etwas erwarten können
das Gute erwarten
Jesus erwarten
Sein Kommen erwarten
freudige Erwartung
mich überraschen lassen
mich beschenken lassen
keine festen Pläne haben
alles von Gott erwarten
offen sein
offen sein für Neues
offen sein für neue Begegnungen
offen sein für neue Erfahrungen
offen sein für Gott
Gott wirken lassen
Ja sagen
in Erwartung leben              

Maria  Zehetgruber                                                                                           

  

Jes 35,1-10 Verheißung des Heils
1 Jubeln werden die Wüste und das trockene Land, 
jauchzen wird die Steppe und blühen wie die Lilie.
2 Sie wird prächtig blühen und sie wird jauchzen, ja jauchzen und frohlocken. Die Herrlichkeit des Libanon wurde ihr gegeben, die Pracht des Karmel und der Ebene Scharon.
Sie werden die Herrlichkeit des HERRN sehen, die Pracht unseres Gottes.
3 Stärkt die schlaffen Hände und festigt die wankenden Knie!
4 Sagt den Verzagten: Seid stark, fürchtet euch nicht! Seht, euer Gott!
Die Rache kommt, die Vergeltung Gottes!
Er selbst kommt und wird euch retten.
5 Dann werden die Augen der Blinden aufgetan
und die Ohren der Tauben werden geöffnet.
6 Dann springt der Lahme wie ein Hirsch und die Zunge des Stummen frohlockt, denn in der Wüste sind Wasser hervorgebrochen und Flüsse in der Steppe. 7 Der glühende Sand wird zum Teich und das durstige Land zu sprudelnden Wassern. Auf der Aue, wo sich Schakale lagern, wird das Gras zu Schilfrohr und Papyrus.
8 Dort wird es eine Straße, den Weg geben; man nennt ihn den Heiligen Weg. Kein Unreiner wird auf ihm einherziehen; er gehört dem, der auf dem Weg geht, und die Toren werden nicht abirren.
9 Es wird dort keinen Löwen geben, kein Raubtier zieht auf ihm hinauf,
kein einziges ist dort zu finden, sondern Erlöste werden ihn gehen.
10 Die vom HERRN Befreiten kehren zurück
und kommen zum Zion mit Frohlocken.
Ewige Freude ist auf ihren Häuptern,
Jubel und Freude stellen sich ein, 
Kummer und Seufzen entfliehen.

 

Lk 1,39 - 56 Die Begegnung zwischen Maria und Elisabet
In diesen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa. Sie ging in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabet. Und es geschah, als Elisabet den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabet vom Heiligen Geist erfüllt und rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du unter den Frauen und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? Denn siehe, in dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib. Und selig, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ.
Da sagte Maria:
Meine Seele preist die Größe des Herrn
         und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.
Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut.
         Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.
Denn der Mächtige hat Großes an mir getan
         und sein Name ist heilig.
Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht
         über alle, die ihn fürchten.
Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten:
         Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;
er stürzt die Mächtigen vom Thron
         und erhöht die Niedrigen.
Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben
         und lässt die Reichen leer ausgehen.
Er nimmt sich seines Knechtes Israel an
         und denkt an sein Erbarmen,
das er unsern Vätern verheißen hat,
         Abraham und seinen Nachkommen auf ewig. 
Und Maria blieb etwa drei Monate bei ihr; dann kehrte sie nach Hause zurück.
 
 
Mein Trotzdem-Glaube

Festhalten an Gott
wegen seiner unfassbar großen Liebe
und trotz seiner Zumutungen

Festhalten an Gott
wegen seiner Treue zu uns
und trotz seiner Unbegreiflichkeit

Festhalten an Gott
wegen seiner Zusage immer mit uns zu sein 
und trotz des Gefühls seiner Abwesenheit

Festhalten an Gott
wegen seines heilenden und befreienden Wirkens in Jesus Christus
und trotz Krankheiten, Coronakrise und Flüchtlingselend

Festhalten an Gott
wegen der Auferweckung seines Sohnes
und trotz tragischer Todesfälle lieber Menschen

Festhalten an Gott
wegen erhebender und belebender Gottesdienste
und trotz enttäuschenden Verhaltens von Verantwortlichen in der Kirche

Festhalten an Gott
wegen seiner Sorge um uns durch liebende und engagierte Menschen
und trotz mancher Skandale und Missbrauchs in der Kirche

Festhalten an Gott
wegen seiner unermüdlichen Vergebungsbereitschaft
und trotz vieler Konflikte, Kriege und Unversöhnlichkeit

Festhalten an Gott
wegen des Vertrauens, das er zu uns hat
und trotz aller Zweifel, die uns am Vertrauen hindern

Festhalten an Gott - ihm vertrauen - mich ihm bedingungslos anvertrauen
weil Gott selbst durch seinen Geist in mir wirkt
und trotz allem                                                                                            
Maria  Zehetgruber

Psalm 23 (neue Einheitsübersetzung)
1 Der HERR ist mein Hirt, nichts wird mir fehlen.
2 Er lässt mich lagern auf grünen Auen und führt mich zum Ruheplatz am Wasser.
3 Meine Lebenskraft bringt er zurück. 
   Er führt mich auf Pfaden der Gerechtigkeit, getreu seinem Namen.
4 Auch wenn ich gehe im finsteren Tal, ich fürchte kein Unheil;
   denn du bist bei mir, dein Stock und dein Stab, sie trösten mich.
5 Du deckst mir den Tisch vor den Augen meiner Feinde.
   Du hast mein Haupt mit Öl gesalbt, übervoll ist mein Becher.
6 Ja, Güte und Huld werden mir folgen mein Leben lang
   und heimkehren werde ich ins Haus des HERRN für lange Zeiten. 

Mk 4,35-41 Der Sturm auf dem See
35 Am Abend dieses Tages sagte er zu ihnen: Wir wollen ans andere Ufer hinüberfahren. 36 Sie schickten die Leute fort und fuhren mit ihm in dem Boot, in dem er saß, weg; und andere Boote begleiteten ihn. 37 Plötzlich erhob sich ein heftiger Wirbelsturm und die Wellen schlugen in das Boot, sodass es sich mit Wasser zu füllen begann. 38 Er aber lag hinten im Boot auf einem Kissen und schlief. Sie weckten ihn und riefen: Meister, kümmert es dich nicht, dass wir zugrunde gehen? 39 Da stand er auf, drohte dem Wind und sagte zu dem See: Schweig, sei still! Und der Wind legte sich und es trat völlige Stille ein. 40 Er sagte zu ihnen: Warum habt ihr solche Angst? Habt ihr noch keinen Glauben? 41 Da ergriff sie große Furcht und sie sagten zueinander: Wer ist denn dieser, dass ihm sogar der Wind und das Meer gehorchen?